Postbotin auf Fahrrad

Schnuppertag

Aus dem ein oder anderen Beitrag konnte man schon rauslesen, dass ich derzeit einen Weiterbildungskurs zum Citylogistiker mache. Schwerpunkt des ganzen ist neben dem Erwerb des Führer-, Stabler- und ADR-Scheins auch ein Überblick über diverse KEP-Dienste, sprich Kurier, Express und Paketdienste.

Oft ist es so, dass verschiedene Anbieter wie Hermes, DHL und Co. sogenannte Subunternehmer beschäftigen also selbstständige Kurierdienste, die wiederum im Auftrag von arbeiten. Manche Subunternehmer beschäftigen dann wiederum selbstständige Fahrer und so wird aus Subunternehmer ein weiterer Subunternehmer oder auch Subsubunternehmer. Das die Bezahlung auf Grund solcher Vorgehensweisen ganz unten beim Subsubunternehmer bestenfalls schlecht ist kann man sich selbst denken, schließlich wollen die anderen ja auch noch Gewinn machen.

Um diese ganzen Ausbeuterei gleich zu entgehen, dachte ich mir, dass ich gar nicht erst anfange mich irgendwo unten zu bewerben, sondern gleich ganz oben anfange, nämlich beim größten Logistiker weltweit – der deutschen Post.

Bewerbung geschrieben – Anruf erhalten, tolles Vorstellungsgespräch gehabt – Probetag, oder einen Schnuppertag wie sie es dort nennen, vereinbart und los.

Morgens um 6 Uhr angefangen, mittags dann irgendwann fertig gewesen. Was genau ich gemacht habe, wo und wie, kann ich auf Grund des Postgeheimnisses natürlich hier nicht schreiben, jedoch kann ich meine Eindrücke vermitteln:

Ich habe mir das schon längere Zeit überlegt, fing an verschiedene Zusteller zu beobachten und konnte schnell an den Gesichtern erkennen, dass die Jungs und Mädels von der Post ihren Job gerne machen. Man muss jedoch nochmal erwähnen, dass ich hier von den direkt angestellten, nicht von Subunternehmern spreche.

Das Arbeitsklima war super, die Arbeit vor dem Außendienst an und für sich nicht schwer und die Tour als solches sehr unterhaltsam: “Können sie sich vorstellen auch auf dem Fahrrad auszuliefern?” Klar konnte ich das, jedoch habe ich es mir weitaus anstregender vorgestellt – ich mein zwei Stunden Vorarbeit und dann in etwa sechs Stunden Rad fahren, wenn man es nicht gewöhnt ist!?

Zugegeben gegen Ende der Schicht bin ich schon etwas ins Schwitzen gekommen… rauf, runter, hin, her. Ständig auf- und absteigen und dann noch fahren und das möglichst schnell… kann mit unter sehr stressig sein, wenn man nicht gut organisiert ist. Doch wie heißt es so schön: Aller Anfang ist schwer.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man die ersten Wochen auf dem Rad echt spürt… doch wenn man sich mal daran gewöhnt hat, macht es bestimmt Spaß – den ganzen Tag an der frischen Luft, kostenloses Fitnessstudio, etc. – meine Gesundheit wirds mir danken und mein Geldbeutel sicher auch, denn zum Rauchen bin ich den ganzen Tag nicht gekommen.

Können sie sich das vorstellen? – Ja kann ich.

Ich mein es ist genau das was mir damals in Spanien schon so große Freude bereitet hat: Teils im Team, größtenteils allein und sein eigener Chef sein und am Ende des Tages ist man froh, wenn man seine Arbeit erledigt hat.

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Über den Autor dieses Beitrags:

meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche. Scheut euch bitte nicht Kommentare zu hinterlassen, egal ob positiv oder negativ – Feedback ist Feedback und nur so kann man für die Zukunft lernen.

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