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Mitte 30, Mutter von einem Pubertier, Product Owner und Single.Ich schreibe bereits mein gesamtes Leben Texte. Angefangen hat alles als ich ca. 12 Jahre alt war, mit einer 83-seitigen Geschichte über das imaginäre Kennenlernen meiner damaligen Pop-Idole. In der Schule waren Diktate und Aufsätze für mich das Paradies. Hat sich auch immer in den Noten gezeigt.Dann kam die volle Wucht der Erwachsenen-Realität. Ausbildung in der Amtsstube, die ersten existenziellen, materiellen Sorgen, Menschen, Kind, noch mehr Sorgen, noch mehr Erwachsenen-Realität. In all dieser Zeit habe ich meine Ader vergraben. So tief verbuddelt, bis kein Blut mehr durchfloss. Zwischendurch immer mal geschaut, ob sie noch da ist, aber nie wirklich wiederbelebt. Bis jetzt.Schreiben ist für mich das Ordnen meines Chaos im Kopf. Es kann vorkommen, dass ich mit einem Thema beginne und dadurch ganz nebenbei 20 andere Themen entstehen die ich alle durchdenken will. Da aber auch mein Hirn nur begrenzte Kapazitäten hat, mach ich das schriftlich. 90% davon landen verlässlich im Mülleimer.Schreiben ist aber auch immer eine Reise. Eine Reise in mich selbst um zu schauen, was da denn gerade los ist. Was dann manchmal vom Kopf oder Bauch über die Fingerchen auf Papier oder den Bildschirm befördert wird, bringt mich ab und an selbst zum Staunen.Ich selbst bin ein hochgradig rational-emotionaler Mensch. Geht gar nicht, denken jetzt viele. Geht wohl! Im Job bin ich Hirn und Verstand par excellence. Sobald ich aber die Stempeluhr betätigt habe, kommt das volle Bauchgefühl. Wenn ich im Job sehr bestimmt und zielgerichtet fokussiert bin, dann bin ich im Privatleben genau so emotional, verwirrt und zerstreut. Viele sagen, das liegt am Sternzeichen Zwilling. Ich sage, das bin halt ich.Ich lebe getreu dem Motto: Ich möchte ganz viel Neues erleben. Den Status quo kenne ich ja schon.

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