meska.me http://www.meska.me - pure and simple me. Tue, 16 Oct 2018 18:37:54 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 http://files.meska.me/2015/04/logo-552305d4v1_site_icon-50x50.png meska.me http://www.meska.me 32 32 54209182 Wenn Liebe doch nicht reicht? http://www.meska.me/2018/10/15/wenn-liebe-doch-nicht-reicht/ http://www.meska.me/2018/10/15/wenn-liebe-doch-nicht-reicht/#respond Mon, 15 Oct 2018 20:35:58 +0000 http://www.meska.me/?p=8602 Vielleicht habe ich mich getäuscht… wenn man Fehler macht sollte man zu ihnen stehen, was meines Erachtens nach von Charakterstärke zeugt.

Was ist, wenn Liebe doch nicht reicht? – In meinem letzten Beitrag schrieb ich etwas zum Thema Liebe und unter anderem auch darüber, dass ich die Aussage: „Manchmal reicht Liebe einfach nicht aus…“ nicht so ganz nachvollziehen kann.

Inzwischen denke ich anders darüber, ich verstehe inzwischen was es bedeutet, wenn Liebe nicht ausreicht und das alles hängt irgendwie mit meinem Job zusammen.

Versteht mich nicht falsch… ich liebe meinen Job, ich liebe meinen Job wirklich, bin gerne draußen unterwegs, mag den Kontakt zu den Kunden, die Gespräche, ich liebe es selbstständig zu arbeiten und mein eigener Chef zu sein… habe gelernt für meine Fehler gerade zu stehen und Lob anzunehmen… doch alles drumrum ist einfach scheiße momentan.

Inzwischen verstehe ich was sie damals meinte mit ihrer Aussage, denn vielleicht hat sie mich wirklich noch geliebt, aber alles andere war halt einfach mist und das kann ich mir auch ohne weiteres eingestehen. Ich mein ich war mit mir selbst überfordert, unzufrieden, depressiv und jeder ist doch irgendwie für sich selbst verantwortlich und, wenn ich mit mir selbst nicht klar komme, wie soll es dann jemand anderes tun?

Will sagen, dass ich mich ja auch nach einem anderen Job umschaue, weil ich einfach keine Kraft mehr habe das momentane Theater mitzumachen… und ähnlich ist es wohl auch mit Beziehungen… Liebe reicht eben vielleicht doch nicht aus… hmm.

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Was ist deine Lebensmelodie? http://www.meska.me/2018/09/27/was-ist-deine-lebensmelodie/ http://www.meska.me/2018/09/27/was-ist-deine-lebensmelodie/#respond Thu, 27 Sep 2018 13:00:03 +0000 http://www.meska.me/?p=8597 Ihr erinnert euch bestimmt noch an die Studie, die ich euch im letzten Blogbeitrag vorgestellt habe. Es ging darum, welchen Einfluss die Musik auf das emotionale Befinden von Profimusikern hat. Daraus abgeleitet dann meine Überlegungen, welchen Einfluss die „Musik“ unseres Umfeldes auf uns haben kann.

Wenn dieser Einfluss schon so groß ist, um wie viel größer ist dann der Einfluss der Musik, die wir uns selbst täglich vorspielen! Wir denken täglich zwischen 50.000 und 80.000 Gedanken. Sind damit permanent im Gespräch mit uns selbst, spielen uns quasi die ganze Zeit selbst verschiedene Musikstücke vor.

Jeder von uns hat Prägungen und Glaubenssätze, die wir mit uns herumtragen und die uns täglich beeinflussen. Heißt die meiste Zeit werden unsere Gedanken von diesen mitgesteuert. Immer wieder kommen Sätze automatisch hoch, die wir als Kinder oft zu hören bekommen haben und die wir irgendwann für uns übernommen haben.

Wie ist dein innerer Dialog? Sprichst du liebevoll und aufmunternd mit dir? Oder machst du dich selbst herunter und erklärst dir selbst immer wieder, dass das „wieder mal typisch ist für so einen Schussel wie dich“ oder dass du das eh nicht schaffen wirst?

Ich habe schon einmal über das Thema Fokus geschrieben. Auch unsere Gedanken bestimmen unseren Fokus. Was glaubt ihr passiert, wenn ich mir permanent erzähle, dass ich ja so ein Schussel bin und mir immer nur peinliche Sachen passieren?

Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, dass wir uns selbst beweisen, dass wir recht haben. Im Autopilotmodus wird es uns automatisch Begründungen auf Gedanken oder Lösungen auf Fragen liefern, die wir selbst denken. Heißt konkret wenn ich denke „das schaffe ich nie“ wird mein Gehirn mir tausende Erklärungen liefern, warum das stimmt. Oder wenn ich mich frage „warum passieren immer mir diese oder jene Sachen“ werde ich automatisch Antworten geliefert bekommen.

Wenn ich das ganze aber schaffe umzudrehen und andere Fragen und Gedanken zu stellen, werde ich automatisch auch darauf Antworten bekommen, um dies zu belegen. Drehen wir die Fragen einmal um. Frage ich mich stattdessen „wie kann ich das schaffen?“ werde ich definitiv andere Antworten bekommen. Ich bin dann in einem Problemlösemodus und mein Gehirn liefert mir automatisch unterbewusst Lösungsideen und Strategien, um diese Situation zu bewältigen. Oder statt zu denken „war ja klar, das mir das wieder passiert“ einfach mal denken „oh, da hab ich jetzt aber ausnahmsweise mal ein Missgeschick produziert“. Wenn die Betonung auf ‚ausnahmsweise‘ liegt, werde ich sofort tausend Dinge geliefert bekommen, wo ich in ähnlichen Situationen besser, souveräner oder weniger peinlich reagiert habe.

Wir selbst sind oft die größte Macht, die uns daran hindert, unser volles Potential auszuschöpfen und die Dinge zu erreichen, die wir uns wünschen. Weil wir uns selbst es nicht zutrauen, es nicht erlauben und damit unser Leben und unsere Handlungen selbst limitieren und uns ausbremsen.

Schon im Talmud, der die rabbinische Auslegung der jüdischen Tora beinhaltet und im 1. Und 2. Jahrhundert verschriftlicht wurde, findet sich der wunderschöne und treffende Text:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden zu deinem Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn sie werden dein Schicksal

Beobachte dich doch einmal selbst. Wie sprichst du mit dir? Ermutigst du dich? Oder bremst du dich aus?

Steh dir nicht selbst im Weg! Erlaube dir, dich zu bestärken und positiv über dich zu denken. Ich bin sicher du wirst überrascht sein, welchen Einfluss dieser Wechsel in deiner Gedankenwelt auf dein Leben haben wird!

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Liebe?! http://www.meska.me/2018/09/27/liebe/ http://www.meska.me/2018/09/27/liebe/#comments Thu, 27 Sep 2018 09:00:55 +0000 http://www.meska.me/?p=8580 Liebe – so ein mächtiges Wort. Per Definition bezeichnet Liebe die starke Zuneigung oder tiefe Verbundenheit zu einem anderen Menschen, Tier oder Gegenstand. Doch Liebe ist so viel mehr.

Vor ein paar Jahren fragte mich einmal eine Freundin was für mich Liebe bedeutet – sie war einige Zeit lang ruhig und dann verblüfft, als ich ihr meine Antwort gab.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir in Posen auf einer Bank in der nähe der Lech, einem Fluss saßen, aber kann mich beim besten Willen nicht mehr an meinen Wortlaut erinnern, was ich zugegeben etwas traurig oder eher schade finde, doch es muss gut gewesen sein… schließlich ist es nicht sehr leicht eine Frau sprachlos zu machen und ihren Gesichtsausdruck werde ich auch nie vergessen.

Nunja, auch wenn mir der englische Wortlaut nicht mehr einfällt, so weiß ich doch mit Gewissheit was Liebe für mich bedeutet und irgendwie habe ich gerade das Gefühl dies nieder zuschreiben.

Liebe ist für mich nicht nur ein Wort oder die oben beschriebene Definition, nein es ist mehr. Liebe bedeutet nicht nur Zuneigung oder Sex, sondern auch Vertrauen, Verständnis, Zuversicht, sich auf den anderen verlassen zu können und manchmal mehr zu geben, als man erhält.

Wenn man jemanden aufrichtig liebt, so zählt weder Vergangenheit noch Zukunft, sondern lediglich der Moment. Sicher geht man immer davon aus, dass man sich aus Liebe etwas aufbauen und somit gemeinsam in die Zukunft schreiten kann, doch ich wurde zu oft eines besseren belehrt, um weiterhin die Hoffnung und den Glauben an das „Gemeinsam bis in alle Ewigkeit“ aufrecht zu erhalten.

Tatsächlich muss man dankbar sein, dankbar für den Moment, die Zeit, die man miteinander verbringen darf, denn niemand weiß was morgen ist.

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Auch, wenn meine letzte Trennung inzwischen länger zurückliegt, als die Beziehung angehalten hat, so werde ich eine Aussage nie vergessen:

„Eric, manchmal reicht Liebe einfach nicht aus…“ – doch Liebe reicht aus und vielleicht mag das jetzt naiv klingen, doch, wenn Liebe nicht reicht… was denn dann? Geld? Geld macht nicht glücklich. Gesundheit? Was nützt es mir gesund zu sein, wenn ich keine Liebe empfinde?

Ich habe kein Problem damit allein zu sein, im Gegenteil ich bin gerne allein, kann mich ganz gut mit mir selbst befassen und letztendlich gibt es immer etwas zu tun… aber einsam… Einsamkeit ist scheiße.

Während meines Klinikaufenthalts habe ich gemerkt, dass dort zwar niemand allein war, doch allesamt einsam und daran ist jeder kaputt gegangen, ganz unabhängig von sozialem Stand, Intelligenz, Aussehen oder was auch immer. Manche hatten sogar „Partner“ und waren trotzdem einsam.

„Du hättest doch so viele haben können…“ – ja sicher, aber ich möchte niemanden, um nicht allein zu sein, sondern jemanden, um nicht einsam zu sein und wieder lieben zu können. Lieber allein, als in schlechter Gesellschaft und liebe ist doch so viel mehr.

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Harmonie und Gesundheit http://www.meska.me/2018/07/30/harmonie-und-gesundheit/ http://www.meska.me/2018/07/30/harmonie-und-gesundheit/#respond Mon, 30 Jul 2018 11:37:15 +0000 http://www.meska.me/?p=8571 1973 führten die beiden Psychiater Eckart Fuhrmeister und Marie-Luise Wiesenhütter eine Studie unter 208 Musikern durch. Es handelte sich bei den Musikern um Berufsmusiker, die in Orchestern musizierten. Die eine Gruppe spielte vorwiegend klassische Musik sowie Opern und Operetten. Die anderen musizierten in Orchestern, die hauptsächlich zeitgenössische Musik spielten. Die Musiker wurden von den beiden befragt sowie medizinisch untersucht.

Die Untersuchungsergebnisse waren überraschend und erschreckend. Die Musiker der zeitgenössischen Orchester zeigten einen deutlich schlechteren körperlichen und seelischen Gesundheitszustand als die Musiker der klassischen Orchester. Beruhigungs-, Schmerz- und Schlafmittel wurden unter ersteren fast völlig selbstverständlich regelmäßig eingenommen. Besonders erschreckend war, dass Musiker, die neu in das zeitgenössische Orchester eintraten, binnen kürzester Zeit über Magen-Darm-Erkrankungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Nervosität klagten.

Die Teamstruktur und Stimmung in den Orchestern war in etwa vergleichbar, es lag also nicht an einer höheren Mobbingrate oder ähnlichem. Hast du eine Idee, wodurch dieser Unterschied zu Tage treten könnte? Warum waren die beiden Musikergruppen in Bezug auf ihre körperliche und psychische Gesundheit so verschieden?

Fuhrmeister und Wiesenhütter führten den Unterschied auf die gespielte Musik zurück. Klassische Musik, Opern und Operetten haben vorwiegend harmonische Tonabfolgen, während es in der zeitgenössischen Musik deutlich mehr Dissonanzen gibt. Sie folgerten daraus, dass ein dauerhaftes Erleben von Dissonanzen uns langfristig krank macht.

Auf die heutige Zeit übertragen ist das Studienergebnis im Alltag deutlich zu sehen. Welche Musik versetzt uns automatisch in eine gute Stimmung? Typische Sommerhits sind harmonische Latin-Pop-Stücke. Auch Weihnachtslieder haben durchgängige eine harmonische Tonalität. Und diese wirken automatisch auf unsere Stimmung und bringen uns in einen Wohlfühlmodus. Auch typische Partymusik hat keine Dissonanzen in der Melodie.

Das Studienergebnis hat mich erschreckt. Denken wir das ganze einmal weiter. Musik ist nichts anderes, als eine besondere Form der Kommunikation. Das heißt, dass auch ein Umfeld mit vorwiegender oder dauerhafter „disharmonischer“ Kommunikation den gleichen Effekt hat. Das heißt konkret, wenn in meinem Team am Arbeitsplatz oder in meinem Freundeskreis eine hohe Disharmonie herrscht, wenn viel geschimpft, gelästert und sich beschwert wird, hat das einen Einfluss auf meine psychische Gesundheit, das ist durchaus logisch. Aber es hat auch einen direkten Einfluss auf mein körperliches Wohlbefinden. Auch wenn ich versuche, mich davon zu distanzieren und nicht mitmache.

Warum ist das so? Wir besitzen in unserem Gehirn sogenannte Spiegelneuronen, deren Aufgabe ist, dass wir das Verhalten unseres Gegenübers imitieren – daher des Name „Spiegel“-Neuronen. Diese sind essentiell, damit wir lernen. Von Kindern kennen wir, dass sie durch Nachahmung lernen, das ist bei Erwachsenen jeden Alters auch so. Außerdem befähigen uns diese Spiegelneuronen zur Empathie. Denn da wir uns quasi unbewusst in den Gefühlszustand des Anderen hineinversetzen, können wir über das Nachempfinden seiner Erzählung verstehen, was er fühlt und passend reagieren.

So wertvoll dies für uns ist, so gefährlich ist es, wenn wir uns dauerhaft in einem falschen Umfeld bewegen. Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr viel Zeit mit jemandem verbringt, der bspw. Ein Wort oft verwendet, das ihr nicht mögt. Und obwohl ihr das Wort nicht mögt, werdet ihr nach einigen Wochen feststellen, dass ihr es ebenfalls benutzt.

Wir gleichen uns somit permanent an unser Umfeld an, spiegeln die Personen die uns umgeben und handeln entsprechend diesem Einfluss. Jim Sohn hat dies pointiert auf den Punkt gebracht, als er sagte „du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich die meiste Zeit umgibst“.

Wie ist die Harmonie in deinem „Orchester“, in dem du täglich spielst? Mit welchen Menschen umgibst du dich? Wie ist die Stimmung in deinem Team am Arbeitsplatz? Und über was wird in deinem Freundeskreis hauptsächlich geredet? Redet ihr über Erfolge und Freuden, die ihr erlebt habt? Oder habt ihr eher einen Wettkampf darin, wem es schlechter geht, wer mehr leidet?

Ein paar Disharmonien oder schräge Töne ab und zu, sind völlig normal und gehören durchaus auch in der klassischen Musik dazu. Aber wenn Disharmonie ein dauerhafter Zustand ist, dann gilt es zu handeln. Denn selbst wenn du dich von den Disharmonien in deinem Umfeld nicht beeinflussen lassen willst, haben diese durch deine Spiegelneuronen einen Einfluss auf dich, deine Stimmung und deine Gesundheit und werden dich schädigen, wenn du dich langfristig diesen aussetzt.

Daher: Wenn du dich in einem Umfeld befindest, dass für dich die falsche Musik spielt, das sich in deinen Ohren disharmonisch anhört, dann sei es dir selbst wert und wechsle das Orchester!

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Narzissmus, Schwer- und Wankelmütigkeit http://www.meska.me/2018/07/26/narzissmus-schwer-und-wankelmuetigkeit/ http://www.meska.me/2018/07/26/narzissmus-schwer-und-wankelmuetigkeit/#respond Thu, 26 Jul 2018 19:12:16 +0000 http://www.meska.me/?p=8564 Ich sitze nun schon eine Weile vor dem Rechner und überlege wie ich anfangen soll, schaue auf meine Arme und begutachte die Bräune, welche sie über die letzten Monate erhalten haben. Stehe auf, ziehe mein Shirt über den Kopf und schmeiß‘ es in die Ecke, bleib‘ kurz stehen und entledige mich meiner Hose. Lauf‘ ins Bad, schaue in den Spiegel, drehe meinen Kopf zu beiden Seiten, streiche durch meinen Bart… gehe einen Schritt zur Seite, stelle mich auf die Waage. Schau‘ wieder in den Spiegel und blicke mir selbst in die Augen…  „so scheiße bist du doch gar nicht…“ denke ich mir.

Verlasse das Bad und bewege mich langsam zurück zum Rechner während im Hintergrund Musik läuft:

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Alles fühlt sich so surreal an… gerade so, als würde ich träumen. Setze mich wieder vor dem Rechner und beobachte erneut den blinkenden Cursor, warte auf eine Eingebung und schweife wieder mit meinen Gedanken ab… bis ich mich schließlich fange.

Narzissmus – oft gehört, nie wirklich verstanden, bis ich mehr oder weniger beiläufig als Narzisst bezeichnet wurde „übersteigerte Selbstliebe, Ichbezogenheit“… Selbstliebe… eher nicht. Ichbezogenheit… gut möglich, aber mal ehrlich wer ist denn nicht ichbezogen?

ICH (absichtlich groß geschrieben) möchte mich ja weiterentwickeln, an mir arbeiten, besser werden, lernen und verstehen – also habe ich mich mit der Thematik auseinandergesetzt, Artikel gelesen, Tests gemacht und nachgedacht. Irgendwie kamen alle Artikel mehr oder weniger zu dem gleichen Ergebnis, nämlich, dass ein ausgewogener Narzissmus für das eigene Wohlbefinden und den persönlichen Erfolg sehr wichtig ist.

Zu wenig und wir werden schnell in Ecken gedrückt in denen wir uns gar nicht befinden wollen, was wiederum auf das Gemüt und damit verbundene Wohlbefinden schlägt – andersrum wiederum, führt zu viel Selbstliebe zur überschätzen Selbstwahrnehmung was auch ganz massiv in die Hose gehen kann. Kurzum ist die Ausgewogenheit der Schlüssel zum Erfolg… wer hätte das gedacht?

Sämtliche Tests, die ich auf verschiedenen Plattformen gemacht habe kamen übrigens in etwa auf das selbe Ergebnis: Ausgewogener Narzissmus mit Tendenz ins untere Drittel… ganz offensichtlich wird die Selbstliebe stärker gewertet, als die Ichbezogenheit… weil, wie ich schon gesagt, letztendlich sind wir das doch alle.

Schwermut – habe ich heute seit langem wieder gefühlt und tatsächlich zum ersten Mal so, dass ich mich ganz intensiv mit dem Gefühl befassen konnte. Ich möchte mich nicht schwermütig oder melancholisch fühlen, also anstatt mich dem Gefühl einfach hinzugeben und mich fallen zu lassen, achtete ich auf meine Körpersprache und verstand ebenfalls zum ersten Mal wieso es Schwermut heißt.

Es fühlte sich an, als wäre ich ein mit Helium aufgeblasener Ballon, der mit einem Gewicht am Boden festgemacht wurde. Wollte fliegen, doch ich konnte nicht… Spannung auf der Haut, Druck in den Augen, Herzrasen und hin und wieder versteckte sich ein Tränchen hinter meiner Sonnenbrille.

Ich fragte mich selbst wieso ich jetzt traurig bin, da eigentlich alles gut und der einzige Grund zur Besorgnis meine eigene Dummheit ist und/oder war. Die eigene Dummheit… immer wieder Grund mich selbst runter zu ziehen und als ich mir dessen bewusst wurde, löste sich die Spannung auf der Haut für einen Moment und ich musste an den oben genannten Narzissmus denken. Ich bin ein Idiot, denn Ich habe es verschissen, weil Ich es nicht besser wusste und heute bekommen Ich die Quittung dafür. Konnte kaum erwarten nach Hause zu kommen, um das ganze Wirrwar im Kopf nieder zu schreiben… wie man merkt… doch nicht so leicht wie gedacht.

Wankelmut – […] Im Gegensatz zu Mut, Wagemut oder Beherztheit ist der Wankelmütige nicht fest entschlossen, sondern schwankt zwischen zwei oder mehr Möglichkeiten. Grund für ein wankelmütiges Verhalten kann zum Beispiel ein Dilemma sein, bei dem beide Wahlmöglichkeiten zu unerwünschten Resultaten führen oder einen negativen Nebeneffekt haben. […] (Auszug Wikipedia) – Müsste ich mich mit einem Wort beschreiben, würde ich „wankelmütig“ wählen:

I know well what I am fleeing from but not what I am in search of.

und irgendwie weiß ich es doch…

Hach ja… drei Worte… viele Gedanken und doch nur ein Ergebnis?

Ich bin so ein Idiot.

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Weinen vor Freude http://www.meska.me/2018/07/09/weinen-vor-freude/ http://www.meska.me/2018/07/09/weinen-vor-freude/#respond Mon, 09 Jul 2018 01:12:38 +0000 http://www.meska.me/?p=8560

 habe doch nur das eine Leben und ich möchte nicht mehr weinen, weil ich traurig bin, sondern vor Freude, dass ich es endlich geschafft habe meinen Weg zu finden.

So habe ich vor über einem Jahr einen Blogbeitrag beendet und möchte diesen damit beginnen. Weinen vor Freude – dieses Gefühl kannte ich bis März diesen Jahres gar nicht, ich konnte mir nicht vorstellen, dass es so etwas wirklich gibt… also, dass man sich so sehr auf oder über etwas freut, dass einem die Tränen kommen.

Das erste Mal von etwas vergisst man nie und so werde ich diesen Moment auf der Autobahn nicht vergessen, als ich im Auto saß, die A8 entlanggefahren bin und ich plötzlich realisierte, dass ich das, was ich mir schon jahrelang vorgenommen hatte endlich wirklich umsetze. Mir kamen die Tränen, doch nicht, weil ich traurig war, dass ich alles hinter mir gelassen habe, sondern, weil ich glücklich war, dass es endlich vorwärts geht.

Ich habe mir ständig Ausreden gesucht, um in meinem Elend zu verweilen… gerade so, als wollte ich nicht, dass es mir gut geht und heute… Wochen nach dem Neustart bin ich immer noch zufrieden mit meiner Entscheidung und kann inzwischen auch offen und ehrlich über alles sprechen.

Gründe zu verschwinden hatte ich irgendwie schon immer… der Hauptgrund, ganz klar, meine Ex… zu viele Erinnerungen, die mich immer wieder runter gezogen haben, Orte die ich gemieden habe, weil ich mich selbst nicht mit der Vergangenheit konfrontieren wollte… Menschen, die mich in den schwächsten Stunden meines Lebens kennen lernten, ein Stück weit meine Familie… ich weiß auch nicht… ich hatte irgendwie immer das Gefühl, dass ich weg muss.

Eine Freundin meinte bereits vor Jahren einmal zu mir, dass ich endlich mal ankommen müsse, die ständige Wegrennerei nichts bringen würde und es nicht leichter, sondern jedes Mal schwerer werden wird einen Neustart zu wagen. Klar hat sie recht, hatte sie immer, doch ich konnte und wollte nicht verstehen.

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Ich hatte irgendwie immer die Hoffnung, dass sich alles wie von Geisterhand selbst regelt, alles wieder gut wird ohne, dass ich dafür etwas tun muss. Weit gefehlt. Sicher lasse ich mich nach wie vor ein Stück weit treiben, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass nichts ohne Grund geschieht und alles so kommt wie es kommen soll oder muss. Doch inzwischen habe ich verstanden.

Neue Stadt, neuer Job, neues Leben… hab alles hinter mir gelassen, weil ich endlich begriffen habe, dass sie eben nicht zurückkommt, sich nicht alles von Geisterhand regelt und ich endlich aufstehen und für mein eigenes Leben selbst etwas tun muss.

Im Großen und Ganzen klappt das inzwischen auch, klar gibt es noch Dinge, die mich nach wie vor belasten, wie beispielsweise das Alleinsein, aber auch das wird sich mit der Zeit und etwas Initiative regeln oder, dass Freundschaften, die für mich einen hohen Stellenwert hatten zu Bruch gehen oder einfach nicht mehr so sind wie sie früher einmal waren… aber ja… auch da werde ich neue Stärken entwickeln und die Dinge so hinnehmen wie sie sind… man kann Menschen eben nicht ändern und das sollte ich inzwischen mal begriffen haben.

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